Questo sito prevede l'utilizzo di cookie. Continuando a navigare si considera accettato il loro utilizzo. Ulteriori informazioni
 Home page
Biografie Stücke (English) Download photos Kontakte
edoardo erba

Edoardo Erba ist 1954 in Pavia geboren, wo er ein Literaturstudium abschloss. An der Scuola del Piccolo Teatro in Mailand erwarb er das Dramaturgie-Diplom. Inzwischen gibt er seine beruflichen Erfahrungen in Universitätskursen zum Schreiben von Stücken und Drehbüchern weiter. Erba begann als Autor mit Drehbüchern für Film und Fernsehen, was er bis heute fortsetzt. Eines seiner ersten Scripts, für den Film "Fraglie", gewann einen Preis in Cannes. Außerdem verfasst er Hörspiele und übersetzt Stücke aus dem Englischen.

Seit 1988 schreibt er fürs Theater und ist seither ständig auf italienischen Bühnen präsent. Seine mehr als 15 Dramen wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und in viele Sprachen übersetzt. Fast alle liegen auch als Buchpublikation vor. Ein Sammelband mit sechs Komödien und ein weiterer mit fünf Stücken sind beim renommierten Mailänder Verlag Ubulibri erschienen. Erba ist auch Autor von Novellen und Geschichten für Kinder. Sein Debütstück "Wildschwein" (1988-90), eine surreale Geschichte, die das Thema Folter und den potenziellen Folterer in jedem von uns thematisiert, wurde 1991 in Los Angeles uraufgeführt. Sein erstes Werk auf einer italienischen Bühne war 1990 "Picassos Nacht" in Rom, von ihm selbst inszeniert. Erba hat auch bei weiteren eigenen Texten und denen anderer Autoren Regie geführt.
Der Einakter spielt in einer Psychiatrie und zeigt das Zusammenwirken von Kreativität und Wahnsinn bei zwei jungen Patienten, die von der Idee besessen sind, einen Film zu drehen. Seit Jahren aber diskutieren sie über ein Detail in der zweiten Szene ihres Drehbuchs. 1993 kam in Parma (wieder mit Erbas Regie) "Marathon" heraus, sein international erfolgreichstes Stück, das u.a. in Barcelona, London, Buenos Aires, Tel Aviv, Sydney, Bombay, Boston und Paris aufgeführt wurde. Zwei Freunde trainieren in New York für den dortigen Marathon. Der eine findet sich nach einem nächtlichen Unfall im Koma wieder.

In "Dejavue" (1999 in Udine und 2002 in szenischer Lesung in Hamburg vorgestellt) erwacht ein Liebespaar, eine ältere Frau und ein junger Mann, in einer Nacht, in der sich Realität und Albtraum nicht mehr auseinander halten lassen: ist ihre Umwelt nuklear verseucht, worin besteht ihre Beziehung? "Maurer" (Rom 2002, mehrfach in Deutschland aufgeführt) zeigt zwei Handwerker beim Zumauern der Bühne eines verlassenen Theaters im Auftrag eines Immobilienhais, der dort ein Warenlager einrichten will. Nicht nur ihre Arbeit, ihr ganzes Leben gerät aus den Fugen, als ihnen eine schöne junge Frau erscheint, die sich als Fräulein Julie vorstellt. In "Ohne Hitler" (Florenz 2006) ist der fiktive "Titelheld" ein Maler, der in seiner Bildern die Verbrechen zeigt, die der reale Hitler begangen hat. Im Alter von 60 Jahren, nach einem Leben voller künstlerischer Fehlschläge, wird er von einer jungen Journalistin, Anne Frank, interviewt. Erba nennt als seine Inspiratoren Kafka, Pinter, Ionesco, Jung, Borges, von den italienischen Autoren nur Dario Fo mit seiner Fähigkeit, Komik auf dem Theater zu erzeugen, und Dino Buzzati. Zweifellos besteht zwischen Erbas und Buzzatis Werken eine Verwandtschaft; die absurd-phantastische Atmosphäre und der existentialistische Grundton in Buzzattis Romanen finden sich auch in Erbas Oeuvre. Er selbst sieht seine Stücke auf der ungeraden Linie zwischen Realität, Traum und Vision angesiedelt, weil, wie er meint, unser Leben genau dort stattfindet. Die Komik, die er im Leben entdeckt, will er auch auf der Bühne realisieren: "Vor allem schreibe ich Stücke, um das Publikum zu unterhalten."

edoardo erba